01.10.14

Auf Entdeckungstour...

Gestern den besseren Teil eines schönen und sonnigen Tages damit verbracht, durch Tianjin zu laufen. 

Mit den Öffis erst zur Xibeijiao U-Bahn-Station gefahren und von dort aus leider nicht weit genug nach Norden gegangen, wo wir die Große Moschee hätten besichtigen können.

Stattdessen haben wir uns von einem chinesischen tempelartigen Gebäude aufhalten lassen, in dem uns aber der Zutritt verwehrt wurde..


Was nur zu einem minimalen Streit zwischen mir und dem Wachmann führte -- er schimpfte auf Chinesisch, ich auf Englisch, und ich wette, er hat mehr von dem verstanden, was ich ihm an den Kopf geworfen habe.

Pöh!

 Dann weiter zum Alten Chinesischen Viertel und weiter zur Shipin Jie, der "Essensstraße". 





Danach weiter zur Xikai Kirche...


.... und auf dem Weg durch ganz normale Wohnviertel gekommen. Total süß, wie die Leute hier ihre Wäsche auf der Straße aufhängen, aber man muss immer aufpassen, nicht gegen eine Wäscheleine zu laufen (die sind teilweise aus Draht und hängen tief). 


Und ich mag diese Räder total, die man hier viel auf den Straßen sieht.


Am Ende des Tages Abendessen in Mos Lieblingsrestaurant -- im obersten Stockwerk eines Kaufhauses, sehr viel los da und nicht wirklich atmosphärisch, aber das Essen ist echt lecker.

****
Es ist ein merkwürdiger Zustand, in dem es gleichzeitig total viel und gar nichts zu erzählen gibt. 

Hier sind schon wieder Ferien, und so hatten Kinder noch nicht viel Zeit, sich in ihrer neuen Schule einzugewöhnen.

(Drei Kinder, eine Schule. Wer das österreichische Schulsystem kennt, weiß, dass das ein Traum ist, ;-).)

Ein Haus haben wir gefunden und ich schätze, sobald wir uns dort einmal eingerichtet haben, werden wir uns so richtig reinstürzen können.

****
Euch wünsche ich noch einen schönen Tag!

So long,
Corinna


29.09.14

At the Waterpark

Den besseren Teil des sonnigen und schönen Samstags haben wir im Waterpark verbracht.


Und uns sehr darüber gefreut, dass wir bald ganz in der Nähe dieser schönen Anlage wohnen werden.

Einmal über die Straße, quasi.

****

Euch wünsche ich einen schönen Montag, wir gehen jetzt schon schlafen, ;-).

So long,
Corinna

26.09.14

Erstes Ding gemeistert

 
Das ist ja alles nicht so einfach mit dem Internet hier, aber mein erstes Problem hab' ich gemeistert.

****
 
Jedenfalls:
 
Alles ist gut!
 
(Aber ich glaube, das erwähnte ich bereits, ;-)).
 
****
 
Ein (schönes) Haus haben wir gefunden, im November können wir einziehen.
 
Bis dahin bleiben wir noch im Hotel.
 
 
Das ist aber auch sehr fein.
 
(Vor allem der Ausblick)
 
****
 
Manchmal denke ich mir, wie um alles in der Welt wir nur auf diese bescheuerte absurde Idee kommen konnten.
 
Aber sobald ich das Hotel verlasse und auf die Straße gehe, find' ich alles ziemlich klasse.
 
 
Definitiv anders.
 
Aber gut.
 
(Bis auf die Luft, die ist an manchen Tagen wirklich nicht besonders gut).
 
****
 
Für die Kinder ist es noch nicht ganz leicht, aber sie sind sehr entschlossen, die Sache zum Laufen zu bekommen.
 
****
 
Erkenntnis:
 
Der Spaßfaktor von Yoga läuft in China genauso gegen Null wie in Österreich.
 
****
 
Ausführlicher Bericht unserer ersten beiden Wochen wird (sicher noch) folgen.
 
****
 
Euch wünsche ich ein schönes Wochenende -- hier sind schon wieder Ferien, ;-).
 
So long,
Corinna


18.09.14

Alles ist gut, II

Hier ein paar schnelle Grüße aus Tianjin -- alles ist gut, ;-).

Während der Mo und Mutze noch ein bisschen Schonfrist haben (ihre Klassen sind gerade auf Klassenfahrt), hat für Minka die Schule schon begonnen und sie kämpft sich wacker durch ihren Schultag.

Sie versteht zwar noch kein Wort, wirkt aber fest entschlossen, es bald auf die Reihe zu bekommen.

****

Viele, viele neue Eindrücke -- am besten gefällt es mir bisher im Park, den die Menschen hier sehr selbstverständlich in Besitz nehmen -- Gruppen von Menschen, die tanzen oder Tai Chi machen, an allen Ecken und Enden.

Eben stand ich bei einer Gruppe von Leuten, die chinesisches Schach spielten. Die nehmen sich ein paar Hocker und einen kleinen Tisch mit, bauen ihr Spiel dort auf und sind sofort umringt von anderen, die ihnen zuschauen und ihre Kommentare abgeben.

Schön ist das!

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Wir kämpfen noch mit dem Internet, es funktioniert noch nicht zuverlässig.

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Euch wünsche ich einen schönen Tag!

So long,
Corinna

P.S.: Die Kabel von der Diggi und meinem Handy hab' ich geschickterweise in die Luftfracht gepackt, es geht derweil nur, Handyfotos auf Instagram hochzuladen und von da aus auf FB zu teilen. Wie ich das dann wiederum auf dem I-Pad abspeichere und dann hier hochlade, hat sich mir noch nicht erschlossen, ;-).

13.09.14

Alles ist gut

Wir sind gut angekommen, und die erste, die sich hier voll ins pralle Leben und mitten 
unter das Volk gestürzt hat, war - wen wunderts - Anni.

Ihrer Meinung nach sind drei Jahre viel zu kurz...

(Wir anderen müssen uns erst gewöhnen)

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Ein bisschen ist es noch der Overkill, aber spätestens, wenn man an einem Mehrparteienhaus vorbei kommt, wo die Leute Hühner auf dem Balkon halten (Freilandhaltung!), während sich unten vor den buntesten, wildesten Geschäften (Nachbarschaftsmarkt) das Volk tummelt, bleibt einem wenig anderes übrig, als es hier fürs erste erst mal ziemlich, ziemlich klasse eindrucksvoll zu finden, ;-).

****

Ein halbes Jahr Chinesisch lernen war übrigens völlig für die Katz, wir gehen hoffnungslos unter, ;-).

****

Euch wünsche ich noch einen schönen Samstag!

So long,
Corinna

10.09.14

Going East... at last!

 
Unser Plödder ist schon auf dem Weg nach China, wir sind es so gerade eben noch nicht.
 
(Morgen).
 
****
 
Heute in der Dauerschleife:
 
 
Euch wünsch' ich alles Gute -- ich hoffe, es klappt mit dem Internet, dass ich bald wieder posten kann...
 
So long,
Corinna


02.09.14

Wien... und so

 
"Bitte, Ma," hatte der Mo vor einigen Wochen treuherzig mit seinen Augendeckeln geklimpert, "bitte fahr mit uns nach Wien!"
 
Mutze und er wollten nämlich unbedingt zur Manga-Convention und brauchten eine Begleitung, die ihnen die Unterkunft, den Eintritt und das Essen zahlt aufpasst, dass sie gut und sicher untergebracht sind.
 
"Du brauchst auch nicht mit rein kommen" klimperte der Mo weiter, "sondern kannst die ganze Zeit in irgendwelchen Museen abhängen."
 
(Denn merke: ich besuche keine Museum, sondern hänge dort ab...).
 
Diesmal war mir aber nicht nach Museen, sondern ich wollte mich möglichst im Freien aufhalten.
 
So habe ich (während die Kinder viel, viel Freude auf der Convention hatten, die wirklich toll gewesen sein muss) zweieinhalb sehr entspannte Tage damit verbracht, die Kunst- und Literaturgeschichte und Geschichte Wiens mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
 
Und habe mir verschiedene Friedhöfe angeschaut.
 
(Im Regen).
 
Dabei bin ich unter anderem an den Gräbern von einigen der ganz, ganz Großen vorbeispaziert:
 
Bruno Kreisky,
Friedrich Torberg,
Egon Schiele
und
Gustav Klimt
 
Ganz besonders angetan hat es mir aber der älteste erhaltene jüdische Friedhof Wiens, dessen ältester sicher datierbarer Grabstein aus dem Jahre 1582 stammt. 
 
(Der meines Wissens nach älteste datierbare jüdische Grabstein in Wien überhaupt stammt aus dem Jahr 1349, steht allerdings nicht mehr an seinem ursprünglichen Platz)
 
 Den Friedhof findet man aber nur, wenn man weiß, wonach man sucht, denn er ist ganz unscheinbar und unvermutet im Garten eines Seniorenwohnheims gelegen.
 
 
Zuerst fanden wir das ein bisschen.... morbid... doch tatsächlich gibt es eine Erklärung:
 
Nachdem die jüdische Gemeinde Wiens immer wieder aus der Stadt vertrieben worden war, und wenigstens den Erhalt des Friedhofs nur durch hohe Geldzahlungen erreichen konnte, übernahm Ende des 17. Jahrhunderts der Bankier Samuel Oppenheimer den Grund, wo er neben dem Friedhof auch ein "Alten-Siechheim" errichten ließ.
 
Und so ist es ein Teil der Geschichte dieses Friedhofs.
 
Wie auch immer, es ist wunderschön dort!
 
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Nebenbei war auch noch genügend Zeit, mit meiner Freundin, deren Sohn ebenfalls bei der Convention war, lange in verschiedenen Kaffeehäusern zu sitzen oder Buchhandlungen zu durchstöbern.
 
(Und mir dabei ausreichend Reiselektüre zuzulegen: Bruno Kreisky, Erinnerungen, und Oliver Rathkolb, Die paradoxe Republik: Österreich 1945 bis 2010).
 
Herrlich!
 
****
 
Wenn alles gut geht, können wir endlich schon Ende nächster Woche fliegen!
 
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Euch wünsche ich einen schönen Tag!
 
So long,
Corinna
 
 P.S. @ Astrid Ka: Habe ich vielleicht bei Dir über diesen Friedhof gelesen?

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