27.01.15

Klassenclown


Heute Morgen beim Tai Qi war ich ganz Kung Fu.

Bis mich jemand daran erinnert hat, dass es beim Tai Qi um Konzentration und Meditation geht.

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Soifz.

Will I ever get it right?

(Und wann werde ich eigentlich aufhören, immer der Klassenclown zu sein?)

:-).

So long,
Corinna

23.01.15

Hauptchinesin


Mehr Sorge als um die schlechte Luft in China hatte ich mir eigentlich um den Verkehr gemacht.

Das ist teilweise schon ziemlich wild hier.

Mittlerweile haben wir uns aber daran gewöhnt und ich komme mir immer vor wie so eine Gänsemama, wenn ich die Kinder (und Frank) beim Überqueren der Straße hinter mir herziehe.

"Na, Du lebst aber ganz schön gefährlich," sagte Frank kürzlich, als ich erzählte, dass man auch mit dem Fahrrad ganz gut rum kommt, und Minka sagte:

"Ach, Pa, die Ma ist einfach unsere Hauptchinesin hier."

Und ein paar Tage später, als ich sie durch die Automassen hindurch über die Straße zog, meinte sie lachend, sie wäre auch gerne so "chinesisch" wie ich...

Wobei es in dem Fall aber ein eher zweifelhaftes Kompliment war, denn sie meinte auch, dass es sicher auch keine andere Mutter gäbe, die ihre Kinder notfalls auch bei Rot über die Ampel scheucht.

Hüstel.

Euch wünsche ich einen schönen Freutag!

So long,
Corinna

21.01.15

It's Chinese to me...


Mein Fremdsprachenerwerb gestaltet sich weiterhin schleppend...

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aber zunehmend amüsant.

Kürzlich erzählte ich meiner wunderbaren und vor allem wunderbar geduldigen Chinesischlehrerin, dass ich Heimweh habe, weil ich meine Äpfel vermisse...

Denn Äpfel und Freunde verwechsle ich ständig.

(Es führte dann zu einem lustigen Dialog, denn Lia meinte, die Leute würden sich wohl fragen, warum ich mir nicht einfach Äpfel kaufe, und ich würde dann antworten, dass ich nur MEINE Äpfel möchte...).

Und eben habe ich im Geschäft zur Verkäuferin gesagt:

"Qǐng nǐ gěi wǒ yí ge háizi."



...

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Also "bitte geben Sie mir ein Kind."

Statt "dàizi" -- Sackerl/Tüte.

Es wäre ja alles nicht so schlimm, finden Frank und ich, wenn die Leute wenigstens immer das antworten würden, was im Lehrbuch steht. 

Aber irgendwie sind die mit ihren Antworten ziemlich kreativ und antworten halt immer irgendwas...

Und wir dann so: 

"Hä?"

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Ich wünsche Euch einen schönen Tag! 

So long,
Corinna

13.01.15

Das gibt's ja gar nicht...


"Das gibt's ja gar nicht," stöhne ich beim Abendessen:

"Jetzt sind wir auf einem anderen Kontinenten, in einem anderen Land, alles ist anders... und trotzdem weiß ich nicht, was ich bloggen soll..."

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Aber mal echt (ey).

Die kleinen lustigen Alltagsanekdoten gibt's hier nicht. 

Oder doch. 

Ja. 

Schon.

Wie jetzt kürzlich der Mo, den ich beim Veggie Market zu einem Stand geschickt habe, wo er was kaufen sollte.

"Was soll ich denn sagen?," fragte er, und ich sagte:

"Einfach drauf zeigen und yi ge sagen."

Kurze Zeit später kam er mit hängendem Kopf zurück und meinte:

"Ich hab' das genau so gesagt, aber dann hat der Mann was gesagt, was ich nicht verstanden habe. Das war so aber nicht geplant."

Oder wie der Mo und ich es einen ganzen Nachmittag lang geschafft haben, Wurf-Sterne erst durch das gesamte Beijinger Metro-System und dann weiter bis nach Frankfurt zu schmuggeln, wo wir schließlich gnadenlos aufflogen...

Oder was man hier so alles auf der Straße sieht, z.B. freilaufende Hühner, Gänse (und der Mo einmal Schafe) mitten auf der Straße in einer Millionenstadt.

Manche Sachen sind erfrischend anders, manche aber auch eher grenzwertig:

Wenn einem z.B. völlig unvermittelt irgendein Sicherheitsbeamter mit lässig geschultertem Maschinengewehr entgegenkommt. 

Oder der, sagen wir, sehr gelassene Umgang mit Sicherheit: Leute, die mal eben von einem Fenster im zweiten Stock zum nächsten klettern, oder ihr Fahrzeug völlig ungesichert am Straßenrand abstellen, und sich -- Füße zur Fahrbahn -- unters Auto legen, um es gleich vor Ort zu reparieren.

Aber insgesamt ist es sehr, sehr toll -- es macht Spaß, immer wieder neue Sachen zu erleben, sich in einer Fremdsprache durch zu schlagen, neue Leute kennen zu lernen.

Und es ist auch mal sehr erfrischend, nicht immer alles für selbstverständlich zu nehmen und sich für alles ein wenig mehr anstrengen zu müssen.

(Immer wieder ein Erfolgserlebnis, wenn ich telefonisch Trinkwasser bestelle und die Flaschen einige Zeit später tatsächlich vor meiner Tür stehen.)

Aber trotzdem... keine Ahnung, was ich denn mal bloggen könnte, :-).

Soifz.

Euch wünsche ich einen schönen Tag!

So long,
Corinna

20.12.14

Flying home for Christmas...


Eigentlich hatten wir ja ganz andere Pläne für Weihnachten...

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nämlich an irgendeinem schönen Strand unter Palmen liegen.

Aber da wir viel zu lange mit viel zu vielen anderen Dingen beschäftigt waren (uns hier auf die Reihe bringen, zum Beispiel), ist daraus dann nichts geworden -- wir waren einfach zu spät, um was Gescheites zu finden.

Deshalb fliegen wir relativ kurzentschlossen nach Deutschland.

Morgen, um genau zu sein.

Also gerade noch rechtzeitig für den ein oder anderen Glühwein, :-).


Falls wir uns bis dahin nicht mehr lesen, wünsche ich Euch allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!!!

So long,
Corinna

17.12.14

Ach, übrigens...


Ich geh dann mal wieder die Schulbank drücken, :-).


Gestern habe ich den Letter of Acceptance für die Nankai University bekommen, wo ich ab März Chinesische Sprache und Kultur studieren werde.

Wobei studieren ein relativer Begriff ist -- ich sollte es natürlich erst mal lernen.

Obwohl es in gewissen Situationen schon recht gut klappt.

Manchmal spreche ich einfach wildfremde Leute an und frage sie etwas, einfach um zu üben. Das ist sehr lustig, denn sie reagieren immer freundlich.

Allerdings plaudern sie meistens so sehr auf mich ein...

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dass ich kein Wort mehr verstehe.

Kürzlich ist mir ein ziemliches Missgeschick mit dem Gasableser geschehen, dem ich aus Versehen mehr als zehn Mal so viel gezahlt habe, als ich eigentlich hätte müssen. 

Dabei habe ich mich so deppig angestellt, dass ich es ihm fast nicht verübeln kann, dass er das Geld (und die Quittung) eingesteckt hat.

Als ich drauf gekommen bin, bin ich schnell hinterher, und habe ihm auf Chinesisch erklären können, dass ich die Quittung brauche und das Geld zurück möchte, das ich ihm zu viel gegeben habe.

Da war ich schon sehr stolz auf mich.

Andererseits denkt Anni jetzt immer, dass ich alles auf Chinesisch bewältigen muss, und schimpft, wenn ich ins Englische zurückfalle, :-).

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Es wäre falsch zu sagen, es ist toll in China, denn man wird auch immer wieder mit Sachen konfrontiert, die uns sehr zu denken geben.

Zum Beispiel gibt es so viele Parallelwelten, und Luxus und Armut leben gleich nebeneinander.

Das macht mir manchmal sehr zu schaffen.

Andererseits...

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Es gefällt uns sehr gut hier, und wir sind froh, den Schritt gewagt zu haben.

Es macht Spaß, immer wieder etwas Neues zu sehen und zu erleben, vor neuen Herausforderungen zu stehen und einfach auch mal anders über Dinge nachzudenken.

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Euch wünsche ich noch eine schöne Adventszeit!

Wir machen uns am Sonntag auf den Weg nach Deutschland, um Weihnachten mit unserer Familie zu feiern.

So long,
Corinna



06.12.14

Nikolaus ist ein guter Mann


Weil die Kinder in Österreich aufgewachsen sind, wo der Nikolaus am Nachmittag persönlich vorbei schaut und mit ihnen plaudert, kannten sie den deutschen Brauch noch gar nicht, am Abend des 5. Dezember (geputzte) Schuhe herauszustellen, damit er nachts heimlich hineinschleichen und sie mit Süßigkeiten füllen kann.


Und weil der Nikolaus bekanntlich ein großzügiger Mensch ist, konnte er deshalb auch darüber hinweg sehen, dass diese Schuhe nicht wirklich geputzt sind...

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Und ich bin dankbar, dass es so viele unterschiedliche Bräuche gibt, so dass man quasi in der Not immer etwas findet, worauf man zurück fallen kann.

Euch wünsche ich ein wunderschönes Nikolaus- und Zweiter-Advent-Wochenende!

So long,
Corinna

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