05.02.16

Das Leben genießen...


Das Leben genießen.

Also das Leben.

Und die Semesterferien, :-).


Gestern hatten wir nur zugeschaut, heute sind wir noch mal zum TV-Tower spaziert und haben uns auch so einen lustigen Schlitten gemietet. 

Und hatten vull viel Spaß damit.

(Die Chinesen verstehen es wirklich, mit einfachen Mitteln viel Freude zu haben)


Und hinterher: Aufwärmen.

Die Sache mit dem Alkohol vor School Bus Pick Up sollte ich mir aber noch mal überlegen...

...

...

...

Oder zumindest nicht zur Angewohnheit machen, lol.

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Wir sind im chinesischen Jahr des Pferdes nach China gekommen, hatten ein tolles Jahr des Schafes und beginnen in den nächsten Tagen das des Affen.

Möge es ein gutes werden!

Ich wünsche Euch ein tolles, lebhaftes, erfolgreiches, energiegeladenes, einfallsreiches, wissbegieriges, und vor allem gesundes neues chinesisches Jahr des Affen! 

So long,
Corinna

04.02.16

Heute so in Tianjin...


Nur ganz schnell und im Vorbeilaufen: heute war wieder einer dieser kalten, aber schönen Tage, an denen ich mit Freundinnen durch die Stadt gestreift bin...

Lustige Funde auf dem Pearl Market (mein Lieblingsort in Tianjin):



Diesmal bin ich aber standhaft geblieben und habe nichts gekauft, noch nicht einmal diese ... äh... entzückende Buddha-Teekanne.

(Wenn aber das nächste Mal dieses lustige Pferd noch da ist, dann...)

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Ein netter Spaziergang auf dem Weg von der U-Bahn nach Hause:




Die Chinesen verstehen es wirklich gut, den öffentlichen Raum für sich zu nutzen.



Und was sich da, also im öffentlichen Raum, manchmal findet, kann schon ziemlich gigantisch sein:


Immer wieder schön, diese Streifzüge.

Euch wünsche ich einen ebenso schönen Tag!

So long,
Corinna

01.02.16

Ancient Culture Street


Chinese New Year (und das Jahr des Affen) naht, und so hat sich mal wieder ein Ausflug in die Tianjins sogenannte Ancient Culture Street gelohnt. 

Ancient ist da zwar nichts, aber trotzdem macht es Spaß durch die Gassen zu gehen und die Nasen in die verschiedensten, mit allem möglichen Kramasuri gefüllten Geschäfte zu stecken.

Luftverschmutzung hatten wir diesen Winter zur Genüge -- wenn der Himmel aber mal blau ist, dann knallt das so richtig rein. 

So als Entschädigung für die schlechten Tage, sozusagen.






Mondkuchenbackformen und Stempel, alt und neu:







Kunst und Künstlerbedarf -- mein Lieblingsgeschäft:



Ba, jiu, bu li shi (acht, neun, aber noch nicht ganz zehn) -- ich kann schon recht viele der Schriftzeichen lesen, aber grad' eben noch nicht genug, um diesem hier Sinn zu verleihen:



Vorbereitungen für Chinese New Year und das Jahr des Affen -- auch unser Haus ist schon kräftig mit knalliger Deko aufgerüstet.



Dass die Kinder oft fotografiert werden, sind wir ja gewohnt. Aber heute hatten es alle auf meine Freundin und mich abgesehen. 

War's der oder ein anderer, den meine Freundin kräftig zusammengeschissenstaucht hat?

Kann mich nimmer erinnern, waren so viele, die uns überall hin gefolgt sind mit ihren Kameras...


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Ansonsten:

Keine besonderen Vorkommnisse.

Im Geiste arbeite ich immer noch an einem Post darüber, warum es mir in  und was mir an China so gut gefällt.

Aber leider eben nur im Geiste...

(Soifz).

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Euch wünsche ich einen schönen Wochenanfang!

(Unser Montag ist schon fast wieder vorbei).

So long,
Corinna

18.01.16

Chinalei (Tcheinerlei)


Kürzlich standen Zhì, der weltbeste und vor allem geduldigste Fahrer, und ich mal wieder im Stau und mussten herzhaft lachen, als wir uns über die Unterschiede zwischen China und Österreich unterhielten.

Ich zeigte ihm alles, was ich im Straßenverkehr um uns herum entdecken konnte, das man in Österreich auf keinen Fall machen darf, jedenfalls dann nicht, wenn man nicht gerade alle zwei Meter von irgendeinem Passanten wild beschimpft werden möchte.

Zum Beispiel mit dem Fahrrad gegen den Verkehr fahren, die Straße bei Rot überqueren oder sich gar als Fußgänger nur zehn Meter von der nächsten Ampel entfernt durch die Automassen schlängeln. 

Auf einem Roller mit mehr als einem Beifahrer fahren oder jemanden auf dem Gepäckträger seines Fahrrades mitnehmen?

Geht genauso wenig wie ohne Licht fahren.

(Außer man hat ein dickes Fell und schert sich nicht um das Geschimpfe der anderen).

Und die ständige Huperei ist in Österreich natürlich auch verboten, da riskiert man ein Knöllchen, wenn man grundlos hupt.

"Och,"meinte Zhì (auf chinesisch), "das darf man in China auch nicht. Total verboten."

...

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...

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...

Aber weil die chinesische Polizei wirklich wichtigeres zu tun hat, als sich um solche Kinkerlitzchen zu kümmern, hält sich niemand daran und alle hupen fröhlich vor sich hin.

(Fand ich am Anfang anstrengend, aber mittlerweile merke ich es kaum noch).

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Was soll ich sagen?

Ich mag die chinesische Gelassenheit, :-).

(Und irgendwann bleib' ich dann dort, geh' von daheim für immer fort, *träller*...)

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Mein Jahr hat zwar sehr turbulent und stressig angefangen: bei der Semesterabschlussprüfung nach drei Stunden fröhlichem Durchraten die Nerven geschmissen und vorzeitig abgegeben, Stress im Freundeskreis, Frank nach Shanghai verabschiedet, wo er jetzt arbeitet (und nur an den Wochenenden nach Hause kommt)... 

...

....

...

... aber mittlerweile hat sich alles gut eingependelt und ich genieße meine freien Wochen, bis Ende Februar die Uni wieder anfängt.

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Und bis dahin werde ich wohl mein neues Laufband ausgiebig nutzen, um meinen Energieüberschuss abzuarbeiten.

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Euch wünsche ich einen guten Start in die neue Woche!

So long,
Corinna

07.01.16

Entfernung von der Truppe


So gerne ich etwas mit meinen Freunden und Freundinnen unternehme, so sehr liebe ich es auch, mich sozusagen von der Truppe zu entfernen, alleine um den Block zu ziehen und meine Lieblingsorte in Tianjin zu besuchen.

Und dazu hat sich der heutige Tag trotz Minustemperaturen hervorragend angeboten, denn mehr blauer Himmel ging gar nicht.

Adventures in Street Kitchen:


Ein Spaziergang durch den Waterpark in der Nähe unserer Nachbarschaft:


Morgendlicher Square-Dance -- diese Damen und Herren hatten so viel Spaß, es war eine Freude, ihnen zuzusehen. Ich habe sogar eine Frau im Rollstuhl gesehen, die fröhlich mitrockte:


Die Xikai-Kirche in der Innenstadt:


Und der Perlenmarkt, der jeden Donnerstag Vormittag stattfindet, und auf dem ich immer irgendeinen Staubfänger finde...

Und mich immer wieder über die Preise amüsiere -- heute machte ein Verkäufer ein Riesending daraus, mir etwas um ein Fünftel des Preises zu verkaufen, den er mir zuerst genannt hatte... mit anderen Worten: ich hab' trotzdem noch viel zu viel gezahlt, :-).






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Mein zweites Semester habe ich am Dienstag relativ erfolglos gelassen hinter mich gebracht -- schriftliche Prüfung war eine Katastrophe, beim Listening Exam habe ich am Ende die Nerven geschmissen, aber mündlich war in Ordnung...

Na ja, in Ordnung...

Wenn man mal davon absieht, dass ich die ganze Grammatik falsch benutzt habe, aber das sind schließlich auch nur Details...

Hauptsache, ich hab' mich nicht gescheut, frei und vor allem (im Vergleich zu meiner Partnerin) laut und deutlich zu sprechen.

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Jetzt habe ich sieben Wochen Semesterferien, die ich dazu nutzen werde, meine Zertifizierung als Englisch-Lehrerin fertig zu machen.

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Eine Jobmöglichkeit hätte ich gehabt, hab' sie aber leider ausschlagen müssen, weil es zeitlich nicht gepasst hat.

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Und hier noch ein paar Impressionen von unserem Weihnachtsurlaub auf den Philippinen, der entspannter nicht hätte sein können:

Weihnachtspalme:


(Den Weihnachtsschmuck hatte ich noch am 24.12. unter recht abenteuerlichen Umständen erstanden, inklusive... na ja, einiger abenteuerlichen Erlebnisse. Ob ich wohl jemals erwachsen werde (lol)?)

Ein Secondhandstore, in dem die ganze Zeit Musik aus den 50ern dudelte, echt cooler Laden:


Minka wie immer in Bewegung:



Mutze und der Mo haben ihren Tauchschein gemacht, ich fürchte, bei der nächsten Gelegenheit, werde ich es ihnen gleichtun müssen, :-).

Mit anderen Worten:

Das Leben ist schön!

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Euch wünsche ich alles, alles Gute für das neue Jahr!!!

So long,
Corinna


20.12.15

I am sätt



Beim Stöbern bin ich auf einen alten Post gestoßen, über den ich sehr schmunzeln musste:



Das war Anfang Februar 2014, als wir alle wegen unseres China-Abenteuers schon ganz aufgeregt waren.

Damals hatte der Mo in der Schule gerade erst angefangen, Englisch zu lernen, Minka konnte gar kein Englisch und Mutze hatte es in der Schule jahrelang mehr oder weniger verweigert.

...

...

...

Mittlerweile sprechen und schreiben sie es fließend, und wechseln mühelos zwischen Englisch und Deutsch hin und her.

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Allerdings muss ich sagen, dass ich an Minkas erstem Schultag an der Internationalen Schule wirklich gezweifelt habe, ob wir das Richtige tun.

Bzw., um der Wahrheit die Ehre zu geben:

Als ich sie zu ihrem Klassenraum führte, habe ich mir arge Vorwürfe gemacht, was wir unseren Kindern da nur antun.

Mal eben ein bisschen entwurzeln, in ein komplett neues Umfeld werfen, in dem sie noch nicht einmal die Sprache sprechen...

Gerne hätte ich mir die Kinder genommen und wäre mit ihnen nach Österreich zurückgeflogen.

Und es war am Anfang wirklich ein bisschen frustrierend für sie. 

Nach wenigen Wochen meinte Minka aber, sie könne zwar im Unterricht nicht alles verstehen, aber meistens hätte sie zumindest eine ungefähre Vorstellung davon, was vor sich ginge.

Und als sie wenige Wochen später aufforderte, doch bitte ihre Hausaufgabe zu machen, sagte sie:

"Ach, Ma, können wir nicht einfach so tun, als hätte ich nicht verstanden, dass es Hausaufgabe ist?"

Da wusste ich, dass alles in Ordnung war, :-).

Herrlich ist, dass sie alles, was sie hier neu lernt, nurmehr nur auf Englisch kann -- zum Beispiel alles was mit Musik zu tun hat.

(Sie spielt hier Trompete und hatte letzte Woche ihren ersten Auftritt vor einem großen Publikum.)

Zahlen sind allerdings noch verwirrend für sie, da macht sie häufig Zahlendreher (fourty-eight wird zum Beispiel zu Vierundachtzig und andersrum).

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Der Mo tut sich sehr leicht mit dem Englischen (und übrigens auch mit dem Chinesischen -- ich finde es sehr unfair, dass er kaum lernt und trotzdem gute Noten bringt, während ich ohne Ende leide...), und ist jetzt gerade in den nächsthöheren Level aufgestiegen.

Darauf ist er sehr stolz, und dass darf er auch sein.

Er tut sich überhaupt relativ leicht in der Schule, und findet dass die Internationale Schule im Vergleich zu seinem Gymnasium in Graz ein Waldspaziergang sei.

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Mutze kann das nicht bestätigen, denn in der Oberstufe geht es hier so wirklich zur Sache -- lernen, lernen, lernen... Das Internationale Baccalaureate Programm verlangt den Schüler/innen wirklich viel ab, kein Vergleich zu Österreich.

Sie hängt wacker drin und gibt sich alle Mühe -- in Vorfreude darauf, dass Uni später mal ein Klacks wird im Vergleich zu dem hier, :-).

Auch sie wechselt mittlerweile mühelos zwischen Deutsch und Englisch hin und her und schreibt auf Englisch mindestens genauso gute Aufsätze und Geschichten, wie auf Deutsch. 

Ich war kürzlich ganz begeistert über die Beurteilung ihres Geschichtslehrers -- sehr anspruchsvollen Geschichtslehrers, by the way -- dass Sprache nun wirklich kein Problem für sie sei.

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Chinesisch lernt leider nur der Mo in der Schule -- Marie braucht Deutsch für ihren Schulabschluss, da dieser sonst im deutschsprachigen Raum nicht (oder nur mit Zusatzprüfung?) anerkannt wird, und Minka muss noch die Muttersprache verfestigen.

Aber sie schnappen zumindest ein bisschen was auf.

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Ich kann nicht mit voller Überzeugung sagen, dass das Leben an einer Internationalen Schule leicht ist, denn auch hier gilt, dass man wenig Ausweichmöglichkeiten hat. 

Aber sie profitieren dennoch sehr.

Ob es am Ende die Entscheidung, sie aus ihrem vertrauten Umfeld zu holen, aufwiegt, werden wir sehen, aber ich glaube schon, dass sie weltoffener geworden sind.

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So.

Wir packen jetzt die Koffer und brechen in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub auf.

Euch wünsche ich eine wunderschöne Zeit und ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!

So long,
Corinna

18.12.15

Eine Geduldsprobe...


China hat mich definitiv verändert.

Früher hatte ich deutlich mehr Toleranz für meine Mitmenschen und habe mich tunlichst nach dem Satz "don't judge the life of others for you have no idea what their journey is all about" gerichtet.

Das kann ich jetzt nicht mehr unbedingt von mir behaupten.

Denn sowohl in der Expat-Umgebung als auch an der Uni treffe ich immer wieder Menschen, die meine Geduld überstrapazieren.

So groß China auch ist, die Expat-Welt ist einfach sehr, sehr klein, und obwohl man meinen sollte, dass wir alle im selben Boot sitzen und uns helfen und unterstützen sollten, scheint mir hier das Getratsche, Ausgrenzen und die Cliquenbildung noch ärger zu sein als zu Hause.

Wahrscheinlich bin ich unfair, denn man muss natürlich auch berücksichtigen, dass wir hier zwar im Überfluss, gleichzeitig aber doch unter erschwerten Bedingungen leben.  

Die Bewältigung des Alltags ist schwerer (einkaufen, ein Heim für die Familie richten, Freiräume finden, die Freundschaften der Kinder ermöglichen, sich überhaupt zurechtfinden, etc.), außerdem hat man weniger Ausweichmöglichkeiten.

Mir scheint, dass manche meiner Mitmütter auch einfach viel zu viel Zeit haben, und sich deshalb viel mehr auf ihre Befindlichkeiten konzentrieren, als sie es zu Hause tun würden.

(Und manchen, seien wir ehrlich, steigt der Überfluss zu Kopf: das größere Haus, die leistbare Vollzeit-Haushälterin, der Fahrer, das Shoppen...).

Das macht das Zusammenleben nicht leichter.

Mir selber gefällt China ja wirklich gut und ich finde es sehr belebend, in so einer spannenden und herausfordernden Umgebung zu leben -- trotzdem scheine auch ich hier gestresster zu sein.

Behaupten zumindest meine Kinder und behauptet die Ärztin, der ich erzählte, dass ich oft schlecht schlafe und manchmal Schwindelgefühle habe.

Aber ich würde niemals tauschen wollen!

(Im Gegenteil finde ich die Vorstellung, dass wir die Hälfte der Zeit schon fast um haben und quasi bald schon wieder nach Hause müssen, sehr erschreckend!)

Jedenfalls, um den Kreis wieder zu schließen:

Irgendein Ventil scheint es wohl zu brauchen, und meines ist es, mich nicht mehr unnötig in Geduld zu üben, wenn mir etwas oder jemand gegen den Strich geht.

Zugegebenerweise macht auch das das Zusammenleben (mit mir) nicht unbedingt leichter.

Das richtige Maß müsste ich also nur noch finden, :-).

So long, 
Corinna

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