26.10.17

Apropos Supermarkt...


Könnt Ihr Euch noch an den Tatort erinnern, wo Schimanski bei der Polizei gefeuert war und statt dessen in einem Supermarkt an der Kasse gearbeitet hat?

Und nachdem er einen Beutel Orangen mehrmals erfolglos über den Scanner gezogen hat, ihn einfach dem Kunden in die Hand drückte und meinte:

"Kommt so mit."

...

...

...

Genau das ist mir heute passiert.

:-).

Deshalb nur noch mal so aus sentimentalen Gründen:



Euch noch einen schönen Tag!

So long,
Corinna

25.10.17

Kürzlich so im Supermarkt...


... kürzlich so im Supermarkt:

Nachdem ich selber nicht fündig geworden war, fragte ich einen Mitarbeiter der Gemüseabteilung, ob er mir wohl sagen könne, wo ich Brokkoli finde.

Und er so:

"Weiß ich nicht."

Ich:

"Das wissen Sie nicht?"

"Nein, das weiß ich nicht."

"Sie arbeiten hier, aber sie wissen nicht, wo Brokkoli ist oder ob sie überhaupt welchen haben?"

"Nein, das weiß ich nicht."

"Ääääääääh," schaute ich ihn irritiert an, "sehr interessant."

...

...

...

Aber warum wundert's mich? 

Wenn es eines gibt, dass mir in China den letzten Nerv raubt, dann ist es Einkaufen im Supermarkt. Und dabei ist es völlig egal, ob es sich um den einer chinesischen oder einer westlichen Kette handelt, die Missstände sind überall die gleichen.

Angefangen mit der aufopfernden Hingabe der Mitarbeiter/Innen zu ihrer Arbeit.

(*ironieoff*)

Es war nämlich nicht das erste Mal, dass ich jemanden, der offensichtlich für eine bestimmte Abteilung zuständig war, nach einem Produkt fragte, und die Antwort erhielt, dass sie davon ja noch nie gehört hätten.

Am lustigsten ist es, wenn gleich drei der Damen oder Herren, die plaudernderweise in den Gängen stehen, sich beraten und dann voller Bedauern den Kopf schütteln.

Nee, das gibt es nicht.

...

...

...

Und dann stellt sich heraus, dass sie genau davor stehen.

Auch wenn mein Chinesisch immer noch schlecht ist, kann es daran nicht liegen, ich habe nämlich meistens ein Bild des Produkts oder zumindest den Namen in Chinesisch auf meinem Handy, so dass ich es ihnen zeigen kann.

Nervtötend auch, dass die Regale bevorzugt zu Stoßzeiten neu befüllt werden, so dass man immer um mitten im Weg stehende Kartons und Mitarbeiter/innen tänzeln muss.

Und es geht auch niemand mal aus dem Weg, wenn man offensichtlich in genau diesem Regal nach etwas sucht -- es ist ihnen einfach völlig egal.

(Anders allerdings in der Fleischabteilung, wo die Mitarbeiter/innen immer extrem freundlich und hilfsbereit sind. Da ich allerdings immer für die ganze Woche und größere Mengen kaufe, haben sie auch eine ziemliche Freude an mir).

Kassen gibt es viele und es sind auch meistens viele davon besetzt, trotzdem scheint man auch dort das Arbeiten nicht erfunden zu haben -- die Schlangen bewegen sich im Schneckentempo.

Und mehr als einmal habe ich spätestens dort die Nerven verloren, wenn ein Artikel, den ich kaufen wollte, nicht in der Kasse eingespeichert war.

Den legen sie dann nämlich schulterzuckend und kommentarlos zur Seite: wenn er nicht in der Kasse ist, gibt es ihn auch nicht.

...

...

...

usw.

Die Liste meiner Verbesserungsvorschläge in Supermärkten ist endlos, und ich habe kürzlich tatsächlich mal überlegt, ob ich nicht einfach eine feindliche Übernahme des Managements inszeniere und mal ordentlich "aufräume," haha.

Erfreulicherweise übernimmt aber dieser Tage Mutze, die hier an einer Universität Chinesisch studiert, immer öfter das Einkaufen. Die hat da einfach die weitaus besseren Nerven, :-).

Euch wünsche ich einen schönen Tag!

So long,
Corinna

21.10.17

Reise in die Vergangenheit: XinChang Water Town


Auch wenn ich Tianjin immer noch vermisse, muss ich doch sagen, dass Shanghai wirklich viel zu bieten hat -- und vor allem vieles, das abseits der Expat-Seifenblase und des Main Streams liegt.

Weil das Wetter nach einigen heftigen Regentagen endlich wieder schön war, habe ich gestern mit ein paar Freundinnen einen Ausflug nach XinChang, einem sogenannten "Wasserdorf" in der näheren Umgebung Shanghais (genau genommen sogar noch innerhalb Shanghais!) gemacht.




Während Shanghai eine sehr moderne Stadt ist, in der in den letzten Jahren die Hochhäuser nur so aus dem Boden geschossen sind, scheint die Zeit in XinChang noch still zu stehen.




Obwohl auch XinChang mittlerweile einigen Tourismus anzieht, scheinen vor allem die älteren Menschen dieses sehr charmanten Wasserdorfes noch wenig Ausländer gewöhnt zu sein, wir wurden jedenfalls von vielen neugierig, aber auf alle Fälle herzlich begrüßt.


In den kleinen, atmosphärischen Gassen sieht man an normalen Wochentagen nahezu ausschließlich Einwohner der Stadt, die ihren normalen Alltagstätigkeiten nachgehen -- und heimliche Blicke durch offene Türen geben den Blick auf ihre kargen (aber dennoch gemütlich wirkenden) Küchen und Wohnzimmer frei. 


Sehr berührend allerdings, dass man vor allem in den hinteren Gassen oft alte Menschen in den schmalen Hauseingängen sitzen und kleine Mengen Obst und Gemüse verkaufen sieht.


Diese Modepüppchen hatten es mir besonders angetan. Bestimmt stehen sie schon seit vielen Jahrzehnten und genauso gekleidet in diesem Geschäft.

Kulinarisch hat XinChang einige Straßenküchen zu bieten, die aber vor allem "Smelly Tofu" verkaufen... auf den ich dankend verzichte -- ich kann den Geruch einfach nicht ertragen, :-).

XinChang bietet sich aus meiner Sicht für einen netten Halbtagesausflug an, um dem turbulenten Stadtleben zu entfliehen, und Shanghai-Reisende, deren Zeit zu knapp ist, um ins benachbarte Suzhou zu fahren, können hier einen kleinen Einblick in den Charme eines Wasserdorfes bekommen. 

Klare Empfehlung für einen gemütlichen Herbstausflug -- und leicht per U-Bahn und Bus erreichbar!

****

Euch wünsche ich ein schönes Wochenende!

So long,
Corinna

18.10.17

Mit dem Rucksack unterwegs: Im Norden von Laos


Zwar haben die Chinesen nicht ganz so viele Feiertage wie wir, wenn sie aber welche haben, dann gleichen sie einer Völkerwanderung -- ganz China ist auf den Beinen, um zu verreisen, Verwandte zu besuchen oder einfach nur all' das zu unternehmen, zu dem sie sonst wenig Zeit haben.

Und Chinesen gibt es einfach wirklich viele.

Grund genug für die meisten Expats, das Land in dieser Zeit zu verlassen und die vielen anderen wunderbaren Ziele in Asien anzusteuern, die wir sonst niemals gesehen hätten.

Dieses Mal und in unserem Fall:

Den Norden von Laos




Mag schon sein, dass ich jedes Mal, wenn wir ein neues Land bereist haben, es unverzüglich zu meinem neuen Lieblingsland erklärt habe -- aber diesmal bleibe ich dabei: ich kann mir kein schöneres, gastfreundlicheres, entspannteres Land vorstellen als Laos!




Gleich angekommen in Luang Prabang hat uns sofort das Urlaubsgefühl überkommen, es geht dort gar nicht anders, als in den Slow-Mode zu verfallen und einfach nur zu genießen.





Dabei ist Luang Prabang sicher alles andere als eine aufregende oder vor Sehenswürdigkeiten strotzende Stadt, dafür aber unglaublich liebenswert. Und die Menschen total freundlich. Alle sind entspannt, nichts ist schwierig, alles lässt sich problemlos lösen...

Und das köstliche Straßenessen!





Beim Essen lässt sich vor allem herrlich Reisetagebuch schreiben.



Familientradition: über ein paar Bier (bzw. Soft Drinks für die Kinder) den Tag rekapitulieren

****

Transport ist so eine Sache in Laos, wirklich schnell geht gar nichts, kommt uns vor, oder in den Worten von Frank:

"Ich glaube, in Laos ist es gesetzlich verboten, sich schnell zu bewegen."

So dauerte die Anreise zu unserem nächsten Ziel, Huay Xai, zwei Tage... mit dem Slow Boat.






 Ganz gemächlich, unter Einheimischen und anderen Rucksackreisenden.



Und Glück hatten wir auch, dass es statt Holzbänken aus ausrangierten Flugzeugen entnommene Sitze gab, :-).

****

Mit der Entschleunigung war's danach aber auch gleich vorbei, denn nach all dieser Gemütlichkeit war es allerhöchste Zeit für einen kleinen Adrenalin-Kick:


Zweieinhalb Tage Wandern und Zip Linen im Dschungel...




 ... Übernachtungen in den höchsten Baumhäusern der Welt inklusive:






Was soll ich sagen, es war einfach nur genial! 

Minka war vielleicht noch die Spur zu leicht, ihr Gewicht reichte nicht immer ganz, ihr genug Geschwindigkeit zu geben, um bis ganz ans Ende der Zip Lines zu kommen.

Sie musste immer vom -- im übrigen unglaublich netten und lustigen -- Tour Guide "gerettet" werden. 

(Ich übrigens auch. Aber sicher nicht wegen mangelnden Gewichts, haha, sondern eher wegen akuter Unfähigkeit...)

Aber wo war ich?


Also Minka war vielleicht noch die Spur zu leicht, um ganz bis ans Ende der Zip Lines getragen zu werden, dennoch hat es unseren kleinen Speed Ball nicht daran gehindert, Extra-Runde um Extra-Runde zu drehen.

Bis der Tour Guide erschöpft aufgegeben hat.

Wir hätten dagegen locker noch ein, zwei Tage dran hängen können!



(Übrigens gefällt uns das Projekt sehr gut, den Dschungel nachhaltig zu nutzen, Wilderei vorzubeugen und den Einheimischen gute Arbeitsplätze zu sichern.)

****

Zurück nach Luang Prabang ging es mit dem Nachtbus mit ...


... Stockbetten!



 Auf jedem "Bett" konnten jeweils zwei Personen untergebracht werden -- zum Glück war der Bus nicht voll belegt, denn als die Fünfte in unserem Bunde habe ich die ganze Fahrt über gezittert, dass noch ein schnuckeliger Laote zusteigen würde und ich mit ihm zwangskuscheln müsse.

Aber Glück gehabt, ich hatte das Bett für mich alleine.

Vollmond sei Dank war die bergige Landschaft die ganze Fahrt über quasi beleuchtet -- der Blick aus dem Fenster hier zwar bilderlos, aber wirklich, wirklich schön.

****

In Luang Prabang kamen wir so früh am Morgen an, dass wir noch die Prozession der Mönche sehen konnten.



Ein bisschen Zeit hatten wir danach noch, herum zu streunern in dieser wunderschönen Stadt und Gott 'nen lieben Mann sein zu lassen.

...

...

...

Es war so schön! 

Solltet Ihr jemals eine Asien-Reise planen, nehmt Euch Zeit für dieses wunderschöne Land! 

Mittlerweile hat uns der Alltag wieder, aber wir planen, die nächsten chinesischen Feiertage dazu zu nutzen, den Süden von Laos zu erkunden!

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Euch wünsche ich noch einen schönen Tag!

So long,
Corinna

17.09.17

Go, Phoenix!


In Shanghai gibt es eine unglaublich große Auswahl an Schulen, und die, für die wir uns letztlich entschieden haben, ist eine amerikanische "internationale" Schule -- von allen, die wir uns angeschaut hatten, schien sie uns die ansprechendste.

(Entweder waren die anderen Schulen zu weit weg, haben den Kindern nicht gefallen, wirkten zu steif oder zu unpersönlich. Eine britische Schule wollten wir nicht, und die deutsche Schule wäre zwar die einfachste Option gewesen, aber dann hätten die Kinder ihr Englisch wieder verloren -- besonders Minka spricht inzwischen fließend und nahezu akzentfrei).

 Aber ich muss doch sagen, der Kulturschock war dann doch bei weitem größer als der von vor drei Jahren, als wir nach China kamen...

Noch dazu ist es eine christliche Schule, und der gelebte Glaube ist hier, wie soll ich sagen... etwas lauter (und vereinzelt auch etwas fundamentalistischer) als wir es gewohnt sind.

Besonders der Mo hatte so schon die ein oder andere interessante Begegnung, die ihn etwas stirnrunzelnd zurück ließ -- für interessante Gespräche beim Abendessen ist also gesorgt.

Und natürlich der Sport!

Der wird an dieser Schule wirklich groß geschrieben!

Kürzlich an einer der Außenfassaden der Schule:


Der Mo hat sich dem Volleyball-Team angeschlossen, was wesentlich dazu beigetragen hat, dass er sich an der Schule schnell wohlgefühlt hat.


Und meine Herren, sie trainieren wirklich viel, so inklusive Krafttraining und so, und nach nur zwei Wochen war es ihm das viele Training auch wirklich anzusehen!

(Ein wirklich fescher Kerl, so unter uns gesagt).

Minka spielt derweil Fußball an der Schule und geht einmal in der Woche zum Gymnastik-Training.

Ich bin also ständig damit beschäftigt, Sportklamotten zu waschen...

So ganz normal halt.

****

Aber wie gesagt, der Kulturschock...

Die überwiegende Mehrheit der Westler an der Schule kommt nicht nur aus den USA, sondern sogar fast alle aus dem Mittleren Westen.

Und wenn ich mal einen Amerikaner kennen lerne, der nicht aus Michigan sondern aus einem anderen Staat kommt, finde ich das fast schon exotisch.

Und fast alle wohnen in unmittelbarer Nachbarschaft der Schule -- eine Seifenblase, die so überhaupt nichts mit China zu tun hat.

Mir fehlt da manchmal der Abenteuergeist, sich auch mal außerhalb der Bubble zu bewegen, aber wie mich kürzlich jemand erinnerte, sind viele zum ersten Mal für längere Zeit im Ausland... und die Seifenblase ist immer noch in China. 

("The bubble is still in China.")

Stimmt.

Und immerhin waren die Menschen, die ich bisher kennen lernen durfte, waren bisher ausnahmslos nett.

Was mich am meisten beeindruckt, ist die Energie, mit der sie die Dinge angehen.

Obwohl viele zum ersten Mal in China sind, sind sie extrem gut organisiert und durchgetacktet, sie verlieren einfach keine Zeit.

Einer neuen amerikanischen Bekannten, die erst einige Wochen hier ist, riet ich zum Beispiel, wenn sie vorhabe, richtig Chinesisch zu lernen, solle sie die Schriftzeichen von Anfang an mitlernen....

Und -- tschaka! -- sie kann schon einige Sätze schreiben.

Wir waren da damals definitiv träger gechillter, als wir nach China gekommen sind...

****

Mutze hat mittlerweile mit ihrem Chinesisch-Studium begonnen, und findet Shanghai soundso echt klasse.

Während der arme Mo Latein lernen muss (damit er problemlos in seine alte Schule in Österreich zurück kann), lernt auch Minka jetzt fleißig Chinesisch in der Schule und ich bin echt neidisch, wie gut ihre Aussprache ist.

Ich habe mich auch wieder an einer Uni angeschrieben, bin aber im Moment noch nicht so begeistert vom Unterricht. Wo sie an der Nankai Universität in Tianjin viel zu schnell unterwegs waren, geht es hier eher im Schneckentempo.

Was allerdings nicht heißt, dass mein Chinesisch mittlerweile besser wäre, ich stammele immer noch vor mich hin.

Aber es macht viel Spaß, zu versuchen mich durch zu schlagen und ich finde immer noch, dass man einfach mehr erlebt, wenn man sich in der Landessprache unterhalten kann.

****

Euch wünsche ich ein schönes Restwochenende!

So long,
Corinna

01.09.17

Hobby-Anarchisten


Hola, dahinten an der Kreuzung scheint es die Polizei ja tatsächlich ernst zu meinen, denn neben den regulären Verkehrspolizisten haben sie jetzt auch an jeder Ecke Uniformierte stationiert, die peinlich genau darauf achten, dass sich alle an die Regeln halten.

Wobei "uniformiert" ein weit gefasster Begriff ist, denn das ist man in China bald einmal.

Die, die da an der Ecke stehen, dürften jedenfalls so ziemlich gar keine Befugnisse haben.

Trotzdem kann ich die Bemühungen wirklich nur begrüßen.

Denn obwohl der Verkehr auf der Pudong-Seite Shanghais im Vergleich zu Tianjin wirklich zahm ist, ist es trotzdem kein Vergnügen, sich mitten im Berufsverkehr mit dem Fahrrad durchzuschlängeln.

Da aber die meisten Chinesen im Grunde ihres Herzens "Hobby-Anarchisten"* sind, wird es wohl mehr als ein paar Verkehrspolizisten brauchen, um sie dazu zu bewegen, sich an die Verkehrsregeln zu halten.

Gestern beobachtete ich (an der Ampel brav vor der weißen Linie haltend), wie einer der Uniformierten eine ältere Dame anwies, es mir gleich zu tun. Was sie völlig ignorierte und ihr Fahrrad einfach weiter in die Kreuzung hinein schob.

Der Uniformierte rief ihr noch ein, zwei Mal zu, sie solle stehenbleiben, als sie aber schließlich einfach nur über den Gehweg auswich, meinte er auch nur:

"Hao de."

(Okay.)

Als die Ampel dann endlich auch für mich Grün wurde und er mir freundlich zunickte, dass ich nun fahren dürfe... bin ich trotzdem noch von Rechts- und Linksabbiegern geschnitten worden, ganz zu schweigen von den Autofahrern, die einfach knapp vor mir zum Parken an den Straßenrand einscherten... 

Lustig war der Autofahrer, der aus einer Einfahrt kam und mir den Weg abschnitt. Als ich ihm ziemlich genervt "go! go! go!" zurief, um wenigstens vor lauter Langsamerwerden nicht vom Rad zu fallen, hielt er einfach mitten im Weg an und schaute sich irritiert in alle Richtungen um...

"Go" hört sich nämlich genauso an wie gou ... also Hund.

Oups.

Mein Fehler, :-).

Richtig erfreulich ist auf unserer Seite Shanghais, dass es auf den großen Straßen Radwege gibt, die wirklich nur Zweirädern vorbehalten sind.

Also, Zweirädern und dem gelegentlichen Fußgänger, dem sowieso alles egal ist.

(Das war in Tianjin nicht so, da haben die Autofahrer die Fahrradwege gerne mal als zusätzlichen Rechtsabbieger- oder Überholstreifen zweckentfremdet).

Aber auch auf den Radwegen geht es während des Berufsverkehrs wirklich extrem wild zu, da wird links und rechts überholt, sich in jede Lücke geschlängelt und gegen den Strom gefahren... 

Der Vorteil ist aber, dass man garantiert hellwach ist, wenn man am Ziel ankommt, :-).

****

Euch wünsche ich einen schönen Freutag!

So long,
Corinna

*So bezeichnet in meinem Shanghai-Reiseführer "Shanghai: Zeit für das Beste" von Jochen Klein und Christoph Mohr. Den ich übrigens für Reisen nach Shanghai durchaus empfehlen kann.

30.08.17

The Bubble


"Es ist nahezu lächerlich," sagt eine neue Bekannte beim gemeinsamen Mittagessen in einem In-Lokal, "was für eine falsche Vorstellung die Chinesen davon haben, wie reich wir Expats angeblich sind."

...

...

Na ja, denke ich mir und schaue etwas betreten auf meinen Teller, eigentlich auch kein Wunder, wenn man bedenkt, dass allein mein Menu ungefähr vier Mal so viel kostet wie die Kellnerin vermutlich in der Stunde verdient...

Man muss hier im Allgemeinen -- und in Shanghai im Besonderen -- wirklich sehr aufpassen, dass man den Blick für die Relationen nicht verliert.

Euch wünsche ich einen schönen Tag!

So long,
Corinna

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